Dezember Trainingslager Fuerteventura

auf dem Weihnachtsmarkt in Heilbronn mit dem hep Sports Team

Bevor es für mich in die Sonne nach Fuerteventura ging standen noch die hep Team-Tage in Heilbronn an. Es war eine gute Gelegenheit die anderen Teammitglieder persönlich zu treffen und kennen zu lernen. hep hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: neben einem Foto-Shooting haben wir abends unter Anleitung eines Kochs zusammen gekocht und waren am nächsten Tag im Escape-Room, in dem wir schnell merkten, dass unsere Talente (schwimmen, radfahren, laufen) an dieser Stelle nicht wirklich hilfreich sind. Am Ende haben wir die Lösung aber doch noch gefunden! Für das Nachwuchsteam, in dem ich auch bin, wurden außerdem Workshops angeboten, in denen es um Sponsoren und den Umgang mit Medien ging. Beide Tage waren voller Eindrücke und durch die Begegnungen mit Vorbildern, wie Laura Philipp und Sebastian Kienle, ging es für mich am nächsten Tag hoch motiviert ins Trainingslager.

Zwei Wochen Trainingslager im Sporthotel Playitas auf Fuerteventura durfte ich genießen mit super Trainingsmöglichkeiten, kurzen Wegen und leckerem Essen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren bin ich in diesem Jahr alleine ins Trainingslager gereist. Von Hannes Hawaii Tours wurde ich herzlich empfangen und dank ihnen habe ich schnell Anschluss gefunden und nette, neue Menschen kennengelernt. Richtig „allein“ war ich somit selten. Mit Britta, meiner Zimmerkollegin, ging es regelmäßig morgens früh um 6:30 Uhr in den 50m Pool. Britta ist eine ehemalige Schwimmerin und so hatte sie meistens abwechslungsreiche „Schwimmer-Programme“ dabei. (Anmerkung an die Nicht-Triathleten: Triathleten schwimmen am liebsten nur Kraul, Schwimmer dagegen alle Lagen: Ich glaube nicht, dass ich in zwei Wochen schon einmal so viel Rücken und Lagen geschwommen bin). Während unserer Schwimmeinheit ging die Sonne auf und als Belohnung gab es ein leckeres Frühstück in der Sonne.

Blick vom Pool aufs Meer
Mit Laura und Jacob auf den letzten Metern unserer 4h Tour

Nach einer kurzen Verdauungspause ging es gegen 11 Uhr dann in den meisten Fällen aufs Rad. Auf dieser Disziplin lag auch mein Fokus in diesem Trainingslager, denn das kalte, nasse und ungemütliche Wetter daheim erschweren die langen Radeinheiten. Auch hier war ich guter Begleitung. Mit Laura Zimmermann, eigentlich eine Konkurrentin, aber in diesem Fall Trainingspartnerin und liebe Freundin, und Jacob, der auch mit HHT im Camp war, spulte ich viele Kilometer ab, die meistens wie im Flug vergingen, da wir uns viel zu erzählen hatten. Jacob fuhr sogar meine Intervallprogramme mit, die momentan noch kurz und knackig sind (bis 2min). Da hilft es ungemein, wenn man einen „Gegner“ hat, mit dem man sich Intervall um Intervall batteln kann. 

Nach drei tollen Tagen habe ich mich dann leider erkältet. Es war zwar nicht schlimm, die Nase lief aber und ich war schlapp. Also kein normales Training! Auch wenn es mir schwer viel, blieb ich an zwei Tagen brav im Bett und wurde von meinen WG-Mädels Moni und Britta mit Ingwer und Tee versorgt. Mein Trainer Marco hat kurzfristig das Training umgeplant und mir andere Aufgaben gegeben: mehrmals am Tag habe ich ein paar Technikübungen fürs Laufen gemacht, die Konzentration und Zeit erfordern, aber nicht anstrengend sind. So hatte ich nicht ganz das Gefühl „Tage zu vergeuden“.

Danach konnte ich das normale Training wieder aufnehmen, bis ich am nächsten Ruhetag bei einem lockeren Morgenlauf in den Trails umgeknickt bin. Dank Monis Pflege mit Kühlpack und Salben schwoll das Sprunggelenk nicht an und am nächsten Tag hatte ich fast keine Schmerzen mehr. Puh – nochmal Glück gehabt, dachte ich mir. Die restlichen Tagen verliefen ruhiger: keine Zwischenfälle mehr und da das Hannes Hawaii Tours Camp auch zu Ende ging, trainierte ich mehr allein. Am letzten Tag haben mich die Jungs von Radsport Ibert aus Nürnberg mitgenommen. Es wurde etwas zügiger gefahren als die letzten Tage solo, aber durch geschicktes Windschattenfahren blieb ich trotzdem im Grundlagenbereich und hatte sehr viel Spaß!

Trotz meiner kleinen Wehwehchen bin ich mit den beiden Wochen zufrieden und kehre nun ein Stückchen fitter nach Hause zurück.

Jetzt freue ich mich auf die Weihnachtsfeiertage daheim bei meiner Familie und meinen Freunden. Euch allen wünsche ich  ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2020! Vielen Dank, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt.